Schlittenhund / Siberian Husky

Als Schlittenhund bezeichnet man jeden Hund, der vor einen Hundeschlitten gespannt wird, um diesen mittels Geschirr und Leinen zu ziehen. Schlittenhunde müssen ausdauernd und kältebeständig sein.


Rassen

Zu den klassischen und anerkannten reinrassigen Schlittenhunden zählen:
- Grönländer: kräftig und ausdauernd
- Alaskan Malamute: der grösste und schwerste Schlittenhund
- Siberian Huky: der kleinste und schnellste der klassischen, reinrassigen Schlittenhunden
- Samojede: meist reinweisses Fell

Neue nicht anerkannte Mischlings-Schlittenhundetypen:
- Alaskan Husky: Mischling zwischen Husky und Jagdhund, wobei der Husky-Anteil überwiegt.
  Die Hunde haben meist noch längeres Fell und Stehohren.
- Europäischer Schlittenhund, Scandinavian Hound, German Trail Hound: Mischlinge zwischen
  Husky und Jagdhund, wobei der Jagdhund-Anteil überwiegt (Pointer, Vorsteher).
  Die Hunde haben meist kurzes, glattes Fell und Schlappohren.



Bei Rennen wird jeweils unterschieden, ob es sich beim Gespann um reinrassige Schlittenhunde handelt oder um Mischlinge. Bei manchen Rennen sind sogar Mischlinge nicht erlaubt und nur reinrassige Schlittenhunde der anerkannten Rassen zugelassen.


Siberian Husky

Er ist ein überaus menschenfreundlicher, recht eigenwilliger und selbständiger echter Schlittenhund, der auch bei uns Gelegenheit erhalten sollte, diejenige Arbeit auszuführen, für die er geschaffen wurde.

Der Siberian Husky ist die kleinste und wohl auch eleganteste Erscheinung unter den Schlittenhunderassen. Ein echter Vollblutschlittenhund, voll von Temprament und Arbeitsfreude. Seit die Vorfahren dieser Rasse um 1900 aus Ostsibierien nach Alaska importiert wurden, hat der Siberian Husky seine unglaublichen Arbeitshundequalitäten immer wieder bewiesen.

Diese nordischen Hunde besitzen natürliche, innen behaarte Stehohren, einen Doppelhaarmantel bestehend aus dichter, feiner Unterwolle und hartem, wetterfestem Grannenhaar, sowie eine bewegliche, buschige Rute, mit der sie sich, wenn sie sich zum schlafen zusammenrollen, die Nase und das Gesicht zudecken, um die Atemluft vorzuwärmen.

Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgte in der Zucht von Schlittenhunden eine Aufspaltung in verschiedene Zuchtziele: Einerseits entstanden Zuchtlinien für sogenannte Showdogs, die in der Zucht dahingehend optimiert wurden, auf Ausstellungen den Rassestandarts möglichst optimal zu entsprechen und sich entsprechend zu präsentieren, andererseits wurden aber in geringerem Umfang auch die sehr alten, ursprünglichen, rein leistungsorientierten Arbeits-Zuchtlinien weitergeführt. Auch heute noch gibt es in der Zucht nordischer Hunde beide Orientierungen, ohne dass sich die Käufer dieser Hunde der Unterschiede immer bewusst sind. Man stellt daher oft ausserordentlich grosse Unterschiede in der anlagebedingten Leistungsfähigkeit nordischer Hunde fest, selbst bei Hunden, die sich in ihrer äusseren Erscheinung recht ähnlich sind.

Leistung
Von Schlittenhunden werden hohe körperliche und mentale Fähigkeiten verlangt. Die körperlichen Fähigkeiten erlauben guten Schlittenhunden, mit optimaler Veranlagung und optimalem Training innerhalb von 24 Stunden einen Schlitten über 200 km zu ziehen.
Die mentalen Fähigkeiten bestehen aus dem sprichwörtlichen "desire to go", dem unbedingten Laufwillen, der dafür verantwortlich ist, dass die Leistungsbereitschaft auch unter lang anhaltender körperlicher Beanspruchung und unter härtesten klimatischen Bedingungen erhalten bleibt. Trotz des Stresses müssen die Schlittenhunde die erforderlichen Kommandos verstehen und umsetzen können und selbständig in der Lage sein, den richtigen Trail zu finden.
In kurzen Rennen erreichen Schlittenhunde eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 32-40 km/h, bei Langstreckenrennen beträgt die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit immer noch 16-23 km/h.

Wesen
Den Schlittenhund zeichnet ein ausgeprägtes Sozialverhalten, eine geringe Schmerzempfindlichkeit und ein starkes Herz-Kreilauf-System aus, das es dem arbeitenden Hund erlaubt, einen Stoffwechsel zu entwickeln, dem trotz aller Anstrengungen auch ein knappes Nahrungsangebot ausreicht.